Service-Portal begeistert auf der AMB

Mit einer Software-Lösung der meaPuna GmbH aus Hechingen präsentierte sich der Reutlinger Werkzeugmaschinenhersteller BURKHARDT+WEBER als innovativer und ganzheitlicher Technologiepartner auf der internationalen Leitmesse für Metallbearbeitung AMB in Stuttgart. Gezeigt wurde ein neues Service- und Support Konzept auf Basis der Microsoft HoloLens und der Mixed Reality Service-Plattform der meaPuna GmbH.

Als weltweit agierendes Technologieunternehmen für den Werkzeug- und Sondermaschinenbau steht BURKHARDT+WEBER neben hochpräzisen Produkten auch für einen ausgezeichneten Service und Support. Gemeinsam mit der meaPuna GmbH aus Hechingen wurde hierzu im Rahmen eines Pilotprojekts ein zukunftsweisendes globales Service-Konzept für den Einsatz der Datenbrille HoloLens von Microsoft konzipiert und erstmals auf der AMB präsentiert. Mit der HoloLens lassen sich virtuelle Objekte als interaktive Hologramme in die reale Umgebung projizieren.

Die Anwendung ermöglicht es, Maschinendaten, Anleitungen, Videos oder CAD-Modelle mit Hilfe der HoloLens virtuell im Sichtfeld des Nutzers anzuzeigen. Durch das Scannen eines QR-Codes an der Maschine wird zudem sichergestellt, dass die korrekten Maschinendaten geladen werden. Neben der Visualisierung von Daten besteht ebenso die Möglichkeit der geführten Wartung. Der Techniker wird schrittweise an der Maschine durch einen definierten Wartungs- oder Montageprozess geführt. Hierbei erkennt die HoloLens anhand von 3D-Daten automatisch um welches Maschinenteil es sich handelt und kann den Techniker mit entsprechenden Arbeitsanweisungen unterstützen. So kann diesem zum Beispiel über die Datenbrille angezeigt werden, welche Schrauben zu lösen, oder welche Werkzeuge zu verwenden sind.

Benötigt der Techniker vor Ort weitere Unterstützung, kann er zudem über die HoloLens einen Videoanruf zu einem entfernten Experten starten. Dieser kann sich dann aus der Ferne über das Internet mit der Datenbrille verbinden und dem Techniker vor Ort quasi „über die Schulter“ schauen.  Virtuelle Markierungen unterstützen die Kommunikation zusätzlich und helfen auch Sprachbarrieren zu überbrücken. Ziele der Anwendung sind die optimale Unterstützung von Service-Technikern, Reduzierung von Maschinenausfallzeiten, besser dokumentierte Servicefälle und somit die Erhöhung der sog. First Time Fix Rate, sprich die Anzahl der bei Erstkontakt gelösten Probleme. Aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht soll auf diese Weise in Zukunft zusätzlich die Anzahl an Reisen von Service-Technikern maßgeblich reduziert werden können.

Im Vorfeld der AMB wurde die Lösung bereits erfolgreich auf der Messe IMTS in Chicago präsentiert.